Freitag, 23. Dezember 2011
"Melancholia" im Kino Lenzing
"Was tun, wenn die Welt untergeht?" - Diese Frage stellt sich in Lars von Triers jüngstem Film. Aber wenn schon Endzeitstimmung herrscht, dann in traumhaft schönen Bildern und untermalt mit schwermütig-pompöser Wagner-Musik. Das Handeln der Menschen in der Erwartung des Endes durch den Zusammenprall der Erde mit dem Planeten Melancholia macht diesen Film besonders reizvoll. Verdrängung, Panik, aber auch hingebungsvolle Gelassenheit kommen zum Vorschein. Und wer die Melancholie als Grundstimmung schon in sich trägt, der versteht die Welt auch dann noch, wenn Melancholia auf sie einstürzt.
Montag, 12. Dezember 2011
INSINGIZI & Roland Guggenbichler im Spielraum Gaspoltshofen
Am 8. Dezember darf schon Weihnachten gefeiert werden - und zwar auf Afrikanisch mit drei Männerstimmen aus Zimbabwe und Roland Guggenbichler am Flügel, das nennt sich dann MoZuluArt und verbindet europäische (Mozart) und traditionelle südafrikanische Musik auf wundersame Weise. Was die vier auf der Bühne bieten, ist beeindruckend: Man glaubt es kaum, dass der voll tönende A-capella-Chor aus nur drei Männern besteht. Man staunt darüber, welche Klangdichte die Stimmen mit Klavier und Trommel erzeugen können. Man erfreut sich an den Bewegungen und Tänzen der drei Afrikaner und fasst es kaum, dass man schließlich selbst Teil dieser Inszenierung ist - mitklatschend, mitsingend und am Ende mittanzend in wildesten afrikanischen Rhythmen.
Sonntag, 4. Dezember 2011
Scott Matthew im Kino Ebensee
Das Kino Ebensee ist immer eine Konzert-Reise wert, auch dann, wenn man so wie dieses Mal den angekündigten Künstler nicht kennt. Wenn dann das Kinofoyer schon eine halbe Stunde vor Konzertbeginn gerammelt voll ist mit durchmischtem und auch recht jungem Publikum, dann weiß man: Der Mann ist angesagt - und zwar zurecht. Was Scott Matthew hier auf die Bühne zaubert an Atmosphäre voller Wehmut, Sehnsucht und Leidenschaft mit seiner fast himmlisch zu nennenden Stimme, ist schon erstaunlich. Dennoch kommt in ihm auch der abgebrühte Entertainer zur Geltung, wenn er, von einem jungen Mann aus dem Publikum der Lüge überführt, lakonisch antwortet: "That's showbusiness!" Hier im Kino Ebensee bekommt der "Country Boy" aus Australien aber auch so viel an herzlicher Zuwendung von Seiten des Publikums, dass es scheint, als würde er die Bühne gar nicht mehr verlassen wollen. So ist der feierliche Akt seines Auftritts erst nach einer halben Stunde voller Zugaben beendet, und wer wolle, könne ja mit ihm noch an der Bar abhängen.
"Der Gott des Gemetzels" im Kino Lenzing
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| (Quelle: www.filmstarts.de) |
Freitag, 2. Dezember 2011
Hans Eichhorn beim Kulturverein Dickau, Nussdorf a. A.
Der noch junge Kulturverein Dickau hat sich hauptsächlich Literaturdarbietungen ins Programm geschrieben. Im renovierten Kuhstall des bäuerlichen Anwesens bekommt am 26.11. "Local Hero" Hans Eichhorn seine Bühne. Der in Attersee wohnhafte Schriftsteller und Fischer präsentiert sein Sammelband mit Dramoletten mit dem Titel "Handlungsbedarf". Für die szenische Lesung hat er sich ein paar LaienschauspielerInnen eingeladen, mit denen er gemeinsam die sprachspielerisch-humorvollen Mikrodramen zur Aufführung bringt. Damit ist der Abend aber noch nicht gelaufen. Im zweiten Teil wird der zweite Teil von Eichhorns Produktion aufgetischt: Ein reicher Fischfang in geräucherter Form mit feinen Weißweinen bildet die Grundlage für das Verweilen bei angeregten Gesprächen.
Freitag, 25. November 2011
mg3 im Kultursaal Rüstorf
Weihnachten wirft seine Schatten voraus. So gab es bereits am Donnerstag, 24.11.11 ein sogenanntes Adventskonzert im wunderbaren Rüstorfer Gemeinde-Kultursaal zu hören und zu sehen. Mg3 haben mit ihrem Bassisten und Lokalmatador Josef Kramer einen Rüstorf-Bezug. Zwei Dinge waren für die Band an diesem Abend zu beachten: die Leute nicht mit wildem, atonalem Jazz zu verschrecken und nach Möglichkeit auch noch adventlich zu klingen. Man hat sich daher hauptsächlich auf die sanfteren und melodiöseren Töne verlegt, Blues- und Rockrhythmen nicht ganz auszuschließen. Pianist und Bandleader Martin Gasselsberger hat dafür genug an Eigenkompositionen im Köcher, auch aus seiner frühen Schaffensperiode, als die Werktitel laut eigenen Aussagen noch hohen literarischen Ansprüchen gerecht geworden sind. Dem Publikum hat die Darbietung gefallen, auch wenn schließlich ohne Weihnachtsmannmützen nur ein fast bis zur Unkenntlichkeit verfremdetes Weihnachtslied erklungen ist.
Freitag, 11. November 2011
Acoustic Blues & Soul Night im Spielraum Gaspoltshofen
Der Pianist Martin Gasselsberger hat wieder einmal ein Heimspiel eingefädelt. Dieses Mal hat er neben seiner Gesangspartnerin Petra Linecker auch den Blues-Gitarristen und Singer-Songwriter "Sir" Oliver Mally sowie Alex Meik (Kontrabass) und Willi Hackl (Gitarre, Gesang und Schlagzeug) eingeladen. Ein abwechslungsreiches Programm aus Blues, Jazz und Soul war das Ergebnis. Seine Liebe zum Great American Songbook hat Martin Gasselsberger aber mit der gesanglichen Solo-Interpretation des Standards "Blame It on My Youth" bewiesen - und das, obwohl er laut eigener Aussage eigentlich gar nicht singen kann.
Gleichenfeier im Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck
Ja, es existiert - das Kunst- und Kulturhaus Vöcklabruck im alten Krankenhaus in Vöcklabruck. Die Gleichenfeier am 4. 11. markiert das Ende der erfolgreichen Bausteinaktion zur Finanzierung der notwendigsten Adaptierungsarbeiten für einen Kulturbetrieb des Hauses vorerst in der warmen Jahreszeit - Heizung und Lüftung gibt es noch keine.Die Kulturhaus-Fans sind gekommen und konnten neben Snacks und Getränken auch Kultur konsumieren in Form von Darbietungen von Andreas Haidecker und Andreas Kurz und M-Jane (ZanglaSound). Die DJane versteht ihr Handwerk, sodass bis nach Mitternacht am Dancefloor Hochbetrieb herrschte.
Sonntag, 23. Oktober 2011
Brein’s Café im Wirtshaus Lohninger, Fornach
Sonntag, 18. September 2011
Clara Luzia im Kino Ebensee
Freitag, 9. September 2011
Ron Sexsmith in der Bridgewater Hall, Manchester
Wenn Ron Sexsmith schon nicht nach Österreich kommt, so muss man ihm eben etwas entgegen reisen. Treffpunkt war am 3. 9. Manchester. Über 1000 Zuschauer in der modernen Bridgewater Hall begeisterte der kanadische Singer-Songwriter mit einem Querschnitt aus seinem musikalischen Schaffen - ein unvergessliches Erlebnis, das aber die Intimität eines Kino-Ebensee-Konzerts natürlich nicht erreicht - außer man ist vielleicht näher am Geschehen.
David Preston im 606 Club, London
Gut zwei Jahre ist es her, als ich zum letzten Mal "one of the best Jazz Clubs in Europe" (laut Eigendefinition) betreten habe. Nichts hat sich verändert. Sogar Steve Melling, der damals Peter King am Piano begleitet hat, ist an diesem 23. August mit seinem eigenen Trio wieder mit von der Partie. Vorher bekommt man aber ein junges Gitarren-Talent mit seiner Band zu hören. Der Londoner David Preston mit Band fasziniert mit seinem eigenwilligen Spiel, und "if you havn't heard of David Preston, you should have", meint die Jazzkritik und spricht von einem "guitar phenomanon", was ich nur bestätigen kann. Im 606 gibt es auch gutes Essen und Getränke ... und mahnende Wort vom Club-Chef persönlich, man sollte dabei nicht vergessen, seine Aufmerksamkeit dem Wichtigsten zu schenken, den Musikern.
Dienstag, 16. August 2011
Christy & Emily im Cafe Glocksee, Hannover
Im Veranstaltungsprogramm von Hannover wird für den 9. August im Cafe Glocksee ein Konzert angekündigt. Obwohl mir sowohl die Location als auch die Band unbekannt sind, mache ich mich auf den Weg. Die erste Überraschung: Ich betrete einen mit Graffitis übersäten Gebäudekomplex, der offensichtlich ein selbst verwaltetes Kunst- und Kulturzentrum darstellt. Die zweite Überraschung: Es handelt sich anscheinend um ein ziemlich angesagtes Lokal, denn der Laden ist gerammelt voll. Und die Band: Es ist ein Alternative-Rock-Quartett (Keyboard, Gitarre, Bass, Schlagzeug) aus Brooklyn. Was die drei Frauen und der Mann am Bass von sich geben, ist Musik vom Feinsten, die in ihrer Art auch bestens ins Kino Ebensee passen würde. Es ist zwar vor der Bühne und auch sonst kaum ein Bewegungsspielraum, trotzdem animiert die Musik auf eindringliche Weise zum Mittanzen. Schön, dass es für Alternativ-Bewegte in Hannover dieses tolle Angebot gibt.
Freitag, 5. August 2011
Beni & Diknu in der Attergauhalle St. Georgen
Sonntag, 24. Juli 2011
Roykey Creo Band im Brecher Buchleiten, Ampflwang
Samstag, 23. Juli 2011
Thomas Gansch und Georg Breinschmid im Schloss Ebenzweier, Altmünster
Mittwoch, 29. Juni 2011
"Zwischen Himmel und Erdnuss" beim Festival der Regionen in Attnang
Samstag, 25. Juni 2011
Attwenger im Kino Ebensee
Mittwoch, 8. Juni 2011
Diknu Schneeberger Trio im Kino Ebensee
Sonntag, 5. Juni 2011
Erich Hackl im Literaturkeller Vöcklabruck
Samstag, 21. Mai 2011
Benefiz für das Kunst- und Kulturhaus in der LMS Vöcklabruck
Sonntag, 8. Mai 2011
UAJO mit Tini Kainrath im Gasthof Kogler Frankenmarkt
Volkslieder aus Wien, Oberösterreich sowie slowenisches Liedgut, ja sogar die guten alten Gstanzln verschmelzen im Programm "Wein, Weib & Gesang" mit jazzigen Bigband-Arrangements. Der Spielwitz der Band und das Showtalent der Sängerin Tini Kainrath beeindrucken ebenso wie die kreativen Improvisationen der verschiedenen Solisten.
"I Liassat Kirschen für Di Wachsen Ohne Kern" von Karl Hodina ist wohl eines der schönsten Wiener Liebeslieder, die ich kenne, und in der Interpretation des UAJO jederzeit dazu gut, das belebend-wohlige Gänsehaut-Feeling zu provozieren. Auch die Lieder des Komponisten der oberösterreichischen Landeshymne, Hans Schnopfhagen, berühren in ihrer traurig-sentimentalen Art ganz besonders. Der Qualität der Darbietung konnte die Akustik des Wirtshaussaals nicht ganz gerecht werden. Trotzdem, das Publikum zeigte sich hellauf begeistert.
Daniel Kahn & The Painted Bird im Kino Ebensee
Das Kino Ebensee beteiligt sich auf seine Art an den Feierlichkeiten, indem es einen musikalischen Beitrag leistet. Was würde sich besser eignen als Musik der jüdischen Volksgruppe, die der Nazi-Verfolgung am stärksten ausgesetzt war.
So gestaltet der in Berlin lebende Amerikaner Daniel Kahn mit seiner Gruppe The Painted Bird diesen Abend. In der Manier eines wahren Volkssängers mit viel Witz und Humor, aber auch Aggressivität spricht er die Leute an, auf Jiddisch und auf Englisch und auch auf Deutsch, wenn er begleitet mit einer Walzen-Spieldose "Die Internationale" anstimmt und der Saal mitsingt. Akkordeon, Bass, Schlagzeug und Klezmer-Klarinette bilden die Instrumentierung, manchmal greift Daniel Kahn auch zur E-Gitarre. Befreiung ist auch sein Thema, und wenn sie nicht so funktioniert, wie sie sollte, so hilft oft auch der Suff als Trost. Dennoch bleibt am Schluss die heftig akklamierte Botschaft: Die Befreiung muss weiter gehen!
Frank Hoffmann & mg3 im Kino Schwanenstadt
Ein Stück Vergangenheit wird wieder wach und verbindet sich mit der Gegenwart der in ihrer Blüte stehenden Band. Die gleichermaßen intellektuell wie emotional berührenden Gedichte Frieds, gelesen von einer sagenhaften Stimme, werden musikalisch ebenso berührend und einfühlsam untermalt und begleitet. Und für eine Weile erfüllt eine Aura von Wahrhaftigkeit, Schönheit und Liebe den Schwanenstädter Kinosaal, die alle Kritik zum Schweigen bringt - die Zeit steht still ... "Es ist was es ist"
Mittwoch, 6. April 2011
Collegium Vocale Linz in der Kirche St. Josef Steyr
Die Karwoche ist nicht mehr weit, eine künstlerische Beschäftigung mit dem Leiden und Sterben Jesu scheint durchaus angebracht. So sieht es zumindest der Linzer Chor "Collegium Vocale", der in der Pfarrkirche St. Josef auf der Steyrer Ennsleite bereits am 31. März diese Leidensgeschichte musikalisch dargeboten hat.Stilistisch breit angelegt, werden unter dem Motto "Aus der Tiefe rufe ich ..." sowohl ältere als auch neuere musikalische Statements zum Thema abgegeben. Dass in einem der Stücke die SängerInnen sogar frei improvisieren können, macht die Sache besonders spannend.
Die pure Vielzahl an Stimmen (über 60 Personen), die interessante Architektur der Kirche (Ende der 60er errichtet) und die klangfördernde Raumakustik machen das Konzert zu einem besonderen Erlebnis.
Sonntag, 27. März 2011
Giorgio Barbarotta im Spielraum Gaspoltshofen
Sonntag, 13. März 2011
Luisa Frego in der Cantina Bentivoglio, Bologna
Wer nach Bologna kommt und Jazz genießen möchte, der besucht am besten die Cantina Bentivoglio, einen geräumigen Jazz-Keller, wo man auch gut essen kann. Hier gibt es täglich ab 22 Uhr Live-Musik. Am 2. März war Luisa Frego mit Brasilian Jazz Classics zu Gast. Die Boznerin, die jetzt in Bologna Musik studiert, trat in kleiner Besetzung mit M. Degaspari am Klavier und A. Taravelli am E-Bass auf. Sehr eigenständig interpretiert sie mit ihrer klaren, präsenten Stimme die Klassiker des brasilianischen Liedguts.
Sonntag, 13. Februar 2011
Romano Sclavis Texier im Jazzit Salzburg
Seit 9 Jahren gibt es nun das Jazzit und vor 30 Jahren hat das erste Konzert der Reihe "Jazz im Theater" stattgefunden - zwei Gründe, um am 11. 2. im Jazzit ausgiebig zu feiern, und das natürlich mit großartiger Musik.Klarinettist Louis Sclavis, Bassist Henri Texier und Schlagzeuger Aldo Romano bestreiten den Hauptact des Abends und lassen keine Wünsche offen. Perfektion im Zusammenspiel, Abwechslung im dargebotenen Repertoire, Konzentration und Spielfreude zeichnen die drei Routiniers aus. Es ist Jazz der freieren Sorte, der sich nicht so sehr in der Jazz-Tradition verhaftet ist, sondern vor allem volksmusikalische Einflüsse aus unterschiedlichen Weltgegenden verarbeitet. Neben komplexen Kompositionen berührt vor allem auch die Einfachheit hingebungsvoll vorgetragener Melodien. Das begeistert Publikum im vollen Jazzit-Saal zeigte sich daher auch erst nach mehreren Zugaben wirklich zufrieden.
Samstag, 5. Februar 2011
Simon Oberleitner & Band in der LMS Vöcklabruck
Manchmal ist es schön, in klassischen Jazz einzutauchen. Das Trio mit Klavier (Simon Oberleitner), Kontrabass (Andreas Reisinger) und Schlagzeug (Reinhard Mair-Zeininger) bietet dafür die besten Voraussetzungen. Und der Name des Projekts "Swinging the Classics" weist auch in diese Richtung. So bildete, wie nicht anders zu erwarten, eine Auswahl ausgesuchter Jazz-Standards den Großteil des Repertoirs. Vollendet wurde das Ganze noch mit den Kompositionen von Klassikern anderer Herkunft, wie z. B. Bach oder Chopin. Dass das durchaus zusammenpassen kann wie aus einem Guss, haben schon ganz andere Jazz-Größen gezeigt. Und was hier vor allem von Simon Oberleitner geboten wird, ist Ruhe und Gelassenheit, Lockerheit, Treffsicherheit, Bestimmtheit und die Botschaft, dass harmonischer Wohlklang eine Qualität ist, die es zu zelebrieren gilt. Die herrliche Akustik des Saals der Landesmusikschule steigert den Genuss noch: ein berührendes Konzert eines Interpreten, dessen Reife angesichts seiner Jugend erstaunlich ist.
Samstag, 8. Januar 2011
Ellen D. Group im Rossstall Lambach
Die Sängerin Doris Ellen Bauer trat mit einigen hochkarätigen BegleiterInnen aus der österreichischen Jazzszene auf: der erstaunlichen Bassistin Gina Schwarz, der jungen Pianistin Julia Siedl, dem Schlagzeuger Klemens Marktl und dem Saxofonisten Christian Bachner.
Neben einigen jungen Talenten stießen bei der Jam-Session auch noch arrivierte Jazzer wie Hermann Linecker (Klavier) und Christian Maurer (Saxofon) dazu. Ein Improvisationsfeuerwerk von Bachner und Maurer über Billy Strayhorns "Take the A Train" bildete den Höhepunkt dieser mitreißenden, langen Jam-Nacht.
Samstag, 1. Januar 2011
Karl Ratzer’s Night Club Band im Porgy&Bess Wien
Wenn schon Sylvester in Wien, dann mit Pummerin und Jazz. Da das Porgy und der Stephansplatz nur ein paar Gehminuten auseinander liegen, lässt sich dieser Wunsch leicht verwirklichen. Österreichs Gitarristen-Urgestein Karl Ratzer gastierte dort an diesem Abend mit einer bunt zusammengewürfelten Band, unter anderen mit zwei weiteren lebenden Legenden des österreichischen Jazz: Richard Oesterreicher (Mundharmonika) und "Großinquisitor" Hans Salomon (Tenorsaxophon). Neben Bebop erklangen bluesige Melodien und unterstützt durch die Sängerin Jacqueline Patricio da Luz auch Brasilianisches. Neben dem virtuosen und gefühlvollen Gitarrenspiel von Karl Ratzer ernteten besonders die Soli des Münchner Trompeters Peter Tuscher Bewunderung. Um null Uhr gab die "Stimme Österreichs" am Stephansplatz ihre Vorstellung und danach ging es im Porgy bei enormer Spiellaune weiter ins neue Jahr hinein.
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