Donnerstag, 6. Februar 2025

"Hasenjagd - Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" in den Lichtspielen Lenzing


Jetzt gerade jährt sich zum 80. Mal der Beginn der Mühlviertler Hetzjagd auf über 400 aus dem KZ Mauthausen ausgebrochenen sowjetischen Kriegsgefangenen, bekannt auch als "Mühlviertler Hasenjagd". Schon vor gut 30 Jahren (1994) hat der österreichische Filmemacher Andreas Gruber einen dokumentarischen Spielfilm darüber in die Kinos gebracht. Durch das Österreichische Filmarchiv digitalisiert und restauriert läuft dieser Film mit dem Titel "Hasenjagd - Vor lauter Feigheit gibt es kein Erbarmen" gerade wieder in unseren Programmkinos an. Ich habe ihn in den Lichtspielen Lenzing wieder gesehen. Fast alle der Ausgebrochenen werden im Zuge der mehrwöchigen Hetzjagd getötet. Der Film konzentriert sich auf die Rettung von zwei Geflüchteten durch die mutige Unterstützung einer Mühlviertler Bauernfamilie. Der anwesende Regisseur Andreas Gruber stellte sich am Ende der Vorführung den Fragen des sichtlich beeindruckten Kinopublikums. In einer Zeit gefährdeter liberaler Demokratien ist die Erinnerung daran wichtig, wie schnell der dünne Mantel zivilisatorischer Menschenrechte zerreißen kann und totalitäre Regime die Macht ergreifen können.

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