Sonntag, 23. Februar 2025

Sullivan Fortner Trio im Wiener Konzerthaus

Obwohl mir kleinere, intime Clubs zum Genießen von Jazzkonzerten viel lieber sind, höre ich mir auch manchmal ein Konzert in einem großen Haus, wie z. B. dem Wiener Konzerthaus an. Dieses Mal war es ein klassisches Jazz-Trio aus den USA mit dem hoch gepriesenen Pianisten Sullivan Fortner. Der Mann ist stark beeinflusst von der Tradition eines Art Tatum und Erroll Garner, aber auch anderer großer Namen wie Thelonious Monk oder Bud Powell. Was er mit seinem Trio bietet, sind allerdings auch sehr modern klingende Kompositionen mit rhythmischer Finesse und hoher Expressivität, in denen Gleichberechtigung bezüglich improvisatorischer Freiheit zwischen den Bandmitgliedern besteht. (Tyrone Allen am Kontrabass und Kayvon Gordon am Schlagzeug) Sowohl komplexe Kompositionen als auch einfache, ins Ohr gehende Balladen stehen am Programm. Gegen Ende zeigen sich immer deutlicher die traditionellen Elemente allerdings in einem eigenständigen, modernern Gewand. Das Publikum im ausverkauften Mozartsaal war begeistert.
 

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