Was eigentlich "nur" eine Abschlussarbeit einer angehenden AHS-Maturantin sein sollte, hat sich zu etwas ziemlich Großem entwickelt: zu einer Ausstellung über die Schicksale von NS-Verfolgten aus der Region um Wolfsegg am Hausruck. Hanna Bauer aus Wolfsegg hat zwölf Personen ausgewählt, die in der NS-Zeit aus unterschiedlichen Gründen verhaftet, in KZs eingeliefert oder ermordet worden sind. Einige haben die Lagerhaft überlebt und ihre Erlebnisse als Zeitzeug:innen auch weitergegeben. Dass ich von desem Projekt persönlich sehr berührt bin, liegt daran, dass einige der Verfolgten enge Verwandte meiner Großeltern mütterlicherseits waren. Somit bin ich ein persönlich recht Betroffener. Der Saal in einem Nebengebäude des Schlosses Wolfsegg war am Eröffnungstag zum Bersten voll. Andrea und Franz Froschauer haben die Veranstaltung musikalisch umrahmt. Als Redner aufgetreten ist u. a. der Schriftsteller Ludwig Laher, der sich ja selbst mit den Schicksalen von NS-Verfolgten literarisch auseindander gesetzt hat. Mitgearbeitet haben das Mauthausen Komitee Vöcklabruck und viele andere Helfer:innen. Auch eine Website dazu ist entstanden. Ein beachtenswertes Stück Gedenkkultur ist somit geleistet worden.
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