Dienstag, 15. April 2025

Matthäus-Passion von J. S. Bach in der evangelischen Kirche St. Georgen i. A.

Vor 298 Jahren erklang dieses große Werk von Johann Sebastian Bach zum ersten Mal in der Thomas-Kirche in Leipzig. Und es hat auch drei Jahrhunderte später noch seine Anziehungskraft. Die evangelische Kirche in St. Georgen im Attergau war fast bis zum letzten Platz gefüllt. Die Singfoniker in f brachten die Passion gemeinsam mit dem Ensemble Musica Gratia und einem Mädchenchor unter der Leitung von Karl Lohninger zur Aufführung. Das Monumentalwerk dauert gut drei Stunden und weist eine kunstvolle Struktur auf. Orchester, Orgel, Solist:innen und zwei Chöre kommen dabei abwechselnd oder gemeinsam zum Einsatz. Das für das Barock typische Element der Verschnörkelung dominiert die Arien, während manche Chorpassagen fast volksliedhaft einfach gehalten sind. Neben der über weite Strecken wörtlichen Textwiedergabe des Evangeliums findet man in Bach's Werk auch immer wieder eingestreute Glaubensbekenntnisse. Die Dynamik ist beträchlich und reicht von Solostimmen bis zum Einsatz beider Chöre samt Orchester. Was mir bei Barockmusik immer wieder auffällt, ist die Entschleunigung und Langsamkeit, deren Wirkung ich auch hier wahrgenommen habe und auf die es sich einzulassen gilt, wenn nicht Langeweile aufkommen soll. 
 

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