Montag, 4. August 2025

NYC Contemporary Composers Orchestra im Musikpavillon Linz

Was hat Musik an einem kühlen Sonntagsommerabend im Linzer Donaupark mit NYC zu tun? Nur so viel, wie die US-amerikanischen Komponist:innen der vorgetragenen Stücke mit NYC zu tun haben. Das sind u. a. der Schlagzeuger Nate Smith, die Pianistin Ellen Rowe und der Bassist Martin Nevin, deren Kompositionen eine Gruppe von acht Musiker:innen zur Aufführung bringen, unterstützt von Chris Kronreif, der diese an der Bruckner-Uni betreut. Die Instrumentierung ist eine ziemlich bunte Mischung aus Schlagzeug, E-Bass, Gitarre, Cello, Violine, Querflöte, Trompete und Saxophon bis zur Bassklarinette. Entsprechend klangfarbenreich und bisweilen recht druckvoll präsentiert sich dieses Nonet auch. Dabei geht es meist recht melodisch zu, manchmal etwas wild, und oft steigern sich sanft beginnende Stücke zu mächtigen Soundgebilden. Auch Freiraum für individuelles solistisches Improvisieren ist vorhanden, sodass die jungen Musiker:innen auch darin ihr Können beweisen können. Ein Stück stammt übrigens von Moritz Lindner, dem Schlagzeuger der Gruppe, den ich schon mit der Formation "Roundabout" im OKH Vöcklabruck kennen lernen durfte. Auch wenn der kühle Nordwestwind ein paar Notenblätter verweht hat, so ist es Chris Kronreif mit seinen Schützlingen doch gelungen, diesem unfreundlichen August-Abend reichlich musikalische Wärme entgegen zu setzen.
 

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