Im Rahmen der Dienstag-Konzerte der "Musikwerkstatt Wels" spielen immer wieder junge, regionale Bands im Schl8hof Wels. Dieses Mal ist es ein Jazz-Quintett mit "klassischer" Besetzung, geleitet vom gebürtigen Vöcklabrucker Clemens Geißelbrecht. Neben dem Bandleader an Trompete und Flügelhorn kommen noch zum Einsatz: Jakob Schweitzer an den Saxophonen, Christian Schmid an den Keys, Werner Breitwieser am E-Bass und Jakob Peham am Schlagzeug. Das Ganze erinnert mich gleich einmal an bekannte Jazz-Formationen der 1960er Jahre. Die Eigenkompositionen von Clemens Geißelbrecht strahlen für mich eine angenehme Ruhe aus. Von Exaltiertheit und Nervosität ist nichts zu spüren. Alles bleibt auf "Well Known Terrain" (so der Titel eines Stücks) und die Beteiligten können ihre gekonnten Soli der Reihe nach zelebrieren. Stilistisch ist der Abend allerdings vielfältig mit Romantik-Einflüssen (Schumann's Mondnacht) über Popmusik-Bearbeitung (Ocean Eyes von Billie Eilish) bis zu Latin-Rhythmen (El Gringo Latino) und dem guten alten Blues (Bad Goisern Blues). Nach der Darbietung der eigenen Werke folgt noch als Zugabe ein Stück vom viel zu früh verstorbenen Trompeter Roy Hargrove (Strasbourg/St. Denis). Ein Abend zum Entspannen und ertstaunten Lauschen, was die Nachwuchs-Jazzer denn schon alles drauf haben, geht mit reichlich Publikumsapplaus zu Ende.
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