Indische Musik auf der Sitar hat mich schon fasziniert, als ich sie zum ersten Mal zu Gehör bekommen habe. Schon in den frühen 1980er Jahren durfte ich indische Musiker im Kammerhofsaal Gmunden live erleben. Seitdem ergreife ich gerne die raren Gelegenheiten, in den Genuss indischer Musik zu kommen. Im Rossstall Lambach hat sich nun eine solche ergeben, da der Posaunist Paul Zauner mit Debasish Gangopadhyay aus Kolkata zu Gast war. Dieser trug mehrere Stücke solo auf der Sitar vor, zwei Stücke bestritten die Beiden auch im Duett. Der Klang der Sitar ist erstaunlich: Feinste Nuancen und Tonhöhenschwankungen kann man mit diesem Instrument wiedergeben, ganz leise Töne sind möglich, sie kann allerdings auch zu einem ziemlich lauten Rhytmusgerät werden. Typisch für die Sitar sind die mitschwingenden Saiten, die einen Reichtum an Obertönen und Akkorden erzeugen, der den Reiz dieses Instrument ausmacht. Dass Posaune und Sitar auch recht gut miteinander können, haben die Duo-Stücke gezeigt. Das Hören des Anderen und das Eingehen darauf erzeugen ein wunderbares Miteinander. Debasish Gangopadhyay versteht seine Musik auch als Therapie ganz im Sinne des Albumtitels des unvergessenen Saxophonisten Albert Ayler von 1970: "Music Is The Healing Force Of The Universe". Somit konnte das zahlreich erschienene Publikum im Garten des Rossstalls Lambach einen recht heilsamen Sommerabend genießen.
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