Eine der bekanntesten Jazz-Aufnahmen ist wohl das "Köln Konzert" des Pianisten Keith Jarrett. Nun gibt es einen Film über die Entstehung dieser Aufnahme in der Kölner Oper. Die erst 18-jährige Vera Brandes hatte das Konzert damals eingefädelt. Nun zeigt der Film, wie das passiert ist. Ich hätte mir den Film wahrscheinlich nicht angesehen, wären nicht vor der Filmvorführung drei ehemalige Organisatoren von Jazz-Konzerten in Gmunden aufgetreten. Anfang der 1980er Jahre gründeten sie die "Kulturinitiative 08/16", die fast fünf Jahre als Konzertveranstalter Bestand hatte und bis heute als Filmclub weitergeführt wird. Josef Aigner, Johannes Herzog und Christian Gabriel erzählten interessante Anekdoten über die damaligen Tücken der Organisation, an der auch ich als Mitglied der Jazz begeisterten Gruppe am Rande beteiligt war. Was ich an dem Film schätze, ist, dass er das Wesen der auf Improvisation basierenden Musik auch für Nicht-Insider gut beschreibt. Sowohl der Film als auch der Auftritt der drei ehemaligen Veranstalter unterstreichen den Wert kulturellen Engagements, ohne das es die vielen Möglichkeiten, Musikkultur zu genießen, nicht gäbe.
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)

Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen