Vollblut-Volksmusik ist es keine, was diese Band aus Oberbayern auf die Bühne der ARGE Kultur Salzburg bringt, daher nennt sie sich wahrscheinlich auch "Dreiviertelblut". Mindestens ein Viertel des Stilmix besteht aus Rock, Soul und sogar Jazz. Dafür sorgt einerseits Luke Goetze an der E-Gitarre und andererseits der Bläsersatz bestehend aus dem Klarinettisten Florian Riedl, der auch manchmal zum Synthesizer greift, und Dominik Glöbl an der Trompete. Schlagzeug und Kontrabass halten sich eher im Hintergrund. Es sind hübsche, rhythmische Lieder im bayrischen Dialekt, vorgetragen von der kräftigen, sonoren Stimme von Sebastian Horn. Gerd Baumann spielt akustische Gitarre und singt auch mit. Inhaltlich geht es viel um Lebensgefühl, um Natur und natürlich um die Liebe. Manche Lieder sind so eingänglich, dass sie sich zum Mitsingen geradezu anbieten. Was mir an der Band besonders gefällt, ist, dass sie auch oft richtig in den Schmalztopf greift und das Schmachten drauf hat. Das ruft bei mir dieses wohlige Gefühl der Rührung hervor, das ich mir von guter Musik erwarte. Farben, der Wind, der Kummer und das Herz spielen die Hauptrollen, die Discokugel und sogar der Mond dürfen als Motive ebenfalls mitmachen. Das alles ist nicht verkehrt, sondern passt wunderbar in die bunte Welt dieser sieben "Manna", von denen jeder ein hervorragender Musiker ist. Das Publikum im ausverkauften ARGE-Saal zeigt sich begeistert und mir hat dieser Auftritt auch gefallen.
Donnerstag, 30. Oktober 2025
Sonntag, 26. Oktober 2025
Diana Krall im Wiener Konzerthaus
Diana Krall ist wahrscheinlich eine der bekanntesten und beliebtesten zeitgenössischen Sängerinnen des traditionellen Jazz-Genres. Ich habe daher auch einige ihrer Alben zu Hause auf Tonträger, sie bis jetzt allerdings noch nie live gehört. Das sollte sich nun ändern mit einem Konzertbesuch im zweimal ausverkauften Wiener Konzerthaus. Die kanadische Sängerin und Pianistin tritt begleitet vom Bassisten Sebastian Steinberg und dem Schlagzeuger Matt Chamberlain im Trio auf. Diana Krall's Repertoire ist vor allem das Great American Songbook, dessen Lieder sie mit ihrer markanten, etwas unterkühlten Stimme und mit einer sehr speziellen Phrasierung vorträgt, die manche Songs stark verfremdet und aufs Erste gar nicht so leicht erkennbar macht. Bass und Schlagzeug unterstützen sie dabei, ohne selbst verstärkt solistisch in Erscheinung zu treten. Auch Krall's Klavierspiel dient vor allem der Begleitung ihres Gesangs. Neben den musikalischen Botschaften wendet sich die Musikerin auch dazwischen immer wieder ans Konzerthaus-Publikum, sichtlich erfreut über den enormen Zuspruch durch den Applaus, den sie erhält. Leider ist das Konzerthaus nicht der ideale Ort, um ein derart intimes Jazz-Trio zu genießen und eignet sich auch akustisch nicht wirklich perfekt für diese Art von Musik. Wer Diana Krall live erleben will, muss das eben in Kauf nehmen.
Freitag, 24. Oktober 2025
Nitai Hershkovits im Bechstein Centrum Linz
Die Konzertreihe MAERZ_jazz presents hat wieder begonnen (kuratiert von Robert Urmann) und die Veranstaltungen finden, sofern dafür ein Klavier benötigt wird, im Bechstein Centrum Linz statt, wie auch jenes Solo-Konzert des israelischen Pianisten Nitai Hershkovits, der auch schon im Vorjahr hier zu Gast war. Er ist beim renommierten Label ECM unter Vertrag, was für hohe Qualität bürgt. Diese zeigt er auch bei seinem Auftritt, bei dem er ein recht buntes Programm an Stücken zu Gehör bringt. Neben eigenem Material nimmt er sich zum Beispiel einen Song von Molly Drake (der Mutter von Nick Drake) vor, spielt Improviso von Villa-Lobos, ein Stück aus der Queen Suite von Duke Ellington, Ennio-Morricone-Filmmusik und als Zugabe überraschender Weise Elvis Presley's "Love Me Tender". Er zeichnet sich durch einen recht kraftvollen Stil aus. Hart angeschlagen und doch recht locker perlend zaubert er einen wunderbaren Klavierklang aus dem großen Flügel hervor. Er ist einer, dem ich noch viel länger entspannt zuhören könnte, als er sich für sein Konzert Zeit nimmt. Weniger (Instrumente) ist oft mehr. Das war auch mein Eindruck bei diesem Musiker und seinem Klavier.
Mittwoch, 22. Oktober 2025
Ines Reiger & Hermann Linecker im Schl8hof Wels
Vor 15 Jahren habe ich Ines Reiger zuletzt gesehen im Rossstall Lambach mit Quartett-Besetzung. Nun ergab sich wieder die Gelegenheit, dieser österreichischen Jazz-Sängerin zuzuhören. Der Pianist von damals (Hermann Linecker) ist auch wieder dabei und Ines Reiger greift dieses Mal auch selbst zeitweise in die Tasten. Das Song-Repertoire orientiert sich auch dieses Mal an Jazz-Klassikern und am American Songbook. Neu für mich ist, dass die Sängerin dazu gelegentlich auch die Texte ins Wienerische übertragen hat. Karl Hodina's Liebeslied "I liassat Kirsch'n für die wochsen ohne Kern" passt da auch gut dazu. Hermann Linecker liefert das klare musikalische Fundament für die Gesangsausflüge, die oft auch in wunderbares Scatting übergehen. Zwischen den Musiker:innen herrscht eine lockere Atmosphäre, die mich an das Sprichwort "Was sich liebt, das neckt sich" erinnert. Überhaupt wirkt Ines Reiger viel gelöster, als ich sie noch vom letzten Mal in Erinnerung habe. Musikalisch harmonieren die Beiden perfekt und es ist für mich ein Genuss, diesen mit Leichtigkeit und Nonchalance vorgetragenen Liedern zuzuhören. Dazu passt auch die Botschaft des letzten Lieds: "What A Wonderful World" von Louis Armstrong, zumindest für diesen Abend im Schl8hof Wels.
Sonntag, 19. Oktober 2025
Georg Vogel, David Helbock & Julia Hofer, Johanna Summer & Malakoff Kowalski bei Jazz & The City Salzburg
Am letzten Tag von "Jazz & The City" wollte ich noch einmal dabei sein. Drei Acts sollten sich (fast) ausgehen. Und so hat meine Konzert-Roas in der Kollegienkirche begonnen, um den genialen Georg Vogel zu hören. Tatsächlich habe ich ihn nur gehört, denn er saß an der Orgel und schickte seine Klänge in den Kirchenraum. Wunderbare Phantasien sind das, die mir auch schon von seinem Klavier- und Claviton-Spiel her bekannt sind. Lange konnte ich nicht bleiben, denn ich wollte unbedingt das Duo David Helbock (Klavier) und Julia Hofer (E-Bass und Cello) im Marionettentheater sehen. David Helbock ist mir ja hinlänglich bekannt, Julia Hofer sehe ich allerdings zum ersten Mal. Was beide gemeinsam auf die Bühne bringen, ist erstaunlich. Die Beiden verstehen sich musikalisch außerordentlich gut und tragen hauptsächlich Eigenkompositionen vor, die sowohl lyrisch als auch anpackend funky und bluesig daherkommen. Das Publikum zeigte sich begeistert und ich auch. Alle guten Dinge sind drei, und so ergriff ich noch die Gelegenheit, einem weiteren Duo - dieses Mal Gesang mit Klavierbegleitung - wieder in der halligen Kollegienkirche zuzuhören. Die junge, ostdeutsche Pianistin Johanna Summer spielt die Musik zu Liedern, die Malakoff Kowalski (ein Deutscher Sänger mit iranisch-amerikanischen Wurzeln) vorträgt. Die Texte stammen meist von Allen Ginsberg, die Musik von diversen Komponist:innen. Ein paar Jazz-Standards dürfen schließlich auch nicht fehlen. Spezialität von Johanna Summer ist es, über Themen klassischer Musik jazzig zu improvisieren, wovon sie auch eine Kostprobe gibt. Damit geht "Jazz & The City" dieses Jahr für mich zu Ende. Das Festival hätte noch viel mehr geboten, die Fülle hätte mich allerdings maßlos überfordert. Davon etwas genascht zu haben, ist mir eine große Freude.
Samstag, 18. Oktober 2025
Pilmaiquén mit "Ciclos" in der Szene Salzburg
Maria-Pilmaiquén Jenny ist eine Salzburger Sängerin und Tänzerin, mit der ich zum ersten Mal beim heurigen Take-The-A-Train-Festival Bekanntschaft gemacht habe. Sie hat mich mit ihrer Ausdruckskraft als Sängerin mit Gitarrenbegleitung im ARTE-Hotel schwer beeindruckt. Ein deutlich größeres Projekt zeigt sie nun im Rahmen von "Jazz & The Citiy sounds" auf der Bühne der Szene Salzburg. Die Musik und die Songs haben sich nicht stark verändert und sind angesiedelt vor allem im Bereich rhythmischer lateinamerikanischer Musik mit spanischen und englischen Texten. Die Instrumentierung ist allerdings mit E-Gitarre (David Binderberger), E-Bass (Lukas Pamminger), Schlagzeug (Camillo Jenny) und Keyboard (Svilen Angelov) wesentlich reichhaltiger und kraftvoller. Dazu kommt ein weiteres künstlerisches Element, nämlich der Tanz. Eine Tanzinszenierung mit vier Tänzer:innen und der Sängerin selbst als Teil davon ist verwoben mit dem musikalischen Geschehen, sodass sich ein wunderbares Gesamtkunstwerk aus Musik und Bewegung ergibt. Die tänzerischen Stilelemente sind dabei recht vielfältig und reichen von exzessiver Ausgelassenheit über Slow-Motian bis zum Stillstand und vollkommener Ruhe. Die Stimme von Pilmaiquén berührt mich. Sie ist in der Lage, Lebensfreude zu vermitteln wie auch Gefühle von Sehnsucht und Melancholie (Saudade) zum Ausdruck zu bringen. Was sie mit "Ciclos" auf die Bühne gebracht hat, war beeindruckend und wird für mich unvergesslich bleiben.
Freitag, 17. Oktober 2025
Lylit im ProDiagonal Lambach
Lylit hat mich mit ihrer Gesangs- und Ausdruckskraft schon einmal beeindruckt. Sie wieder zu sehen, war mir daher ein Bedürfnis. Im ProDiagonal in Lambach gab es nun die Gelegenheit dazu. Eva Klampfer alias Lylit ist Singer-Songwriterin mit jazzigen Wurzeln, die ihre eigenen, englischsprachigen Texte mit eigener Musik dieses Mal allein am Flügel vorträgt. Sie singt und spielt Lieder aus ihrem neuen Album, ein Konzeptalbum, in dem sie ihre Seele offen legt, von Befreiung, Selbstermächtigung und Hingabe erzählt. Sowohl ihre stimmlichen Qualitäten als auch ihr kraftvolles Klavierspiel begeistern mich wiederum wie auch das Publikum im vollen "Wohnzimmer" des Lambacher Bildungshauses.
Pre-Opening von "Jazz & The City sounds" in Salzburg
"Jazz & The City sounds" ist ein Festival für Musik rund um den Schwerpunkt Jazz in der Innenstadt von Salzburg, das bei freiem Eintritt an unterschiedlichen Schauplätzen stattfindet, und das schon seit dem Jahr 2000. Schon vor dem eigentlichen Start am Donnerstag fanden einige Konzerte bereits am Mittwochabend statt, von denen ich mir drei nicht entgehen lassen wollte. Zuerst war ich im Wirtshaus Metzgersteig am Alten Markt, wo die vier Musiker der "Django Partie" ihren Auftritt hatten. Wie der Bandname bereits verrät, spielt die Band Swingmusik im Stil von Django Reinhardt mit Gesang auf Deutsch. Die gute Stimmung, die sich gleich eingestellt hat, wurde nur getrübt von vielen Gästen, die nicht wegen der Musik gekommen waren. Weiter ging es zwei Häuser weiter im Gehmacher Cafe in der Judengasse, wo eine junge Band, das "Chris Kisielewsky 4 Tett" jazzig-soulige Songs zum Besten gab. Eine große Freude machte mir die Keyboarderin und Sängerin Christine Kisielewsky, indem sie "Sometime Ago" von Chick Corea anstimmte, ein Song, der in meinem ersten erworbenen Jazz-Album von 1972 enthalten ist. Ich hatte noch nicht genug und wollte noch Adi Jüstel mit seinem Latin Swing Express hören. Sein musikalisches Zuhause ist die Stagebar im Kaiviertel. In der gestopft vollen Bar herrschte eine tolle Stimmung, die mich kaum ruhig stehen ließ. Auf weitere Konzerterlebnisse des diesjährigen "Jazz & The City" freue ich mich schon.
Mittwoch, 15. Oktober 2025
Tris Plus feat. Nika Zach im Schl8hof Wels
Monika Dörfler ist Mathematikerin und Pianistin und war mit ihrem Trio mit Josef Wagner (akustische Bassgitarre) und Rainer Deixler (Schlagzeug) in der Dienstagreihe "Musikwerkstatt Wels" im Schl8hof zu Gast. Erweitert hat sich das Trio um die Sängerin Nika Zach, denn es ging um die Darbietung von Musik in Verbindung mit Lyrik zeitgenössischer deutschsprachiger Schriftsteller:innen. Deren Texte wurden von Nika Zach gesprochen und gesungen und sie hat auch darüber improvisiert. Die Band hat sie dabei tatkräftig unterstützt, indem auch die anderen zum Mittel der Improvisation gegriffen haben. Songstrukturen im klassischen Sinn (mit Refrain beispielsweise) sind dabei nicht zu erwarten, sondern literarisch-musikalischen Spannungsbögen und Eruptionen. Es braucht eine Weile, sich in diese Art der Performance hineinzufinden. Im zweiten Set dürfen dann auch die Musiker länger improvisieren, wobei mich vor allem das Klavierspiel von Monika Dörfler begeistert hat. Die Band bewegt sich mit ihrem Programm deutlich abseits des Mainstreams und hat recht Eigenartiges kreiert, das ich als sehr interessant und wertvoll einschätze. Auch dem wunderbaren Publikum im Schl8hof hat's gefallen.
Montag, 13. Oktober 2025
New York Xperience im Rossstall Lambach
Der Kärntner Schlagzeuger Klemens Marktl dürfte eine besondere Beziehung zum Rossstall Lambach haben. Er ist hier immer wieder gerne Gast und hat hier im März 2019 mit seinem damaligen Trio sogar ein Livealbum eingespielt ("Live in Austria"). Er pflegt gute Beziehungen zu renommierten New Yorker Jazz-Musikern, von denen er drei zu seinem jüngsten Auftritt im Rossstall mitgebracht hat: Misha Tsiganov am Klavier, Josh Ginsburg am Bass und Tim Armacost am Tenorsax. "New York Xperience" nennt sich diese Band. Klemens Marktl steuert das Gros der Kompositionen bei, die ich durchaus recht originell finde. Nach Schlagzeuger-Manier sind sie vor allem rhythmisch recht interessant und anspruchsvoll. Auch geben sie reichlich Raum für die individuellen Künste der beteiligten Musiker. Tim Armacost hat einen warmen Sound am Tenorsaxophon, und sein Spiel wird trotz hoher Komplexität nie unangenehm aufdringlich. Der russischstämmige Pianist brilliert in einem kraftvollen und zugleich lyrischen Stil. Auch Josh Ginsburg und Klemens Marktl selbst treten solistisch in Erscheinung und zeichnen sich weniger als Haudrauf aus, sondern viel mehr als Stilisten der "feinen Klinge". Insgesamt ergibt sich daraus ein kraftvoller Post-Pop-Jazz, dem zuzuhören es große Freude macht. Nicht zuletzt tragen Marktl's Ansagen und Anekdoten zur angenehmen Atmosphäre im Rossstall Jazz-Club bei.
Freitag, 10. Oktober 2025
Raphael Wressnig & Soul Gift im OKH Vöcklabruck
Eine echte, alte Hammond B3 bekommt man bei Konzerten nicht so oft zu Gesicht und zu Gehör. Daher habe ich die Chance genutzt, mir den Organisten Raphael Wressnig mit seinen italienischen Begleitern, Enrico Crivellaro (Gitarre) und Eric Cisbani (Schlagzeug), im OKH Vöcklabruck im Rahmen von "thursdays4jazz"anzuhören. Die Hammondorgel aus den späten 1950ern ist eine wahre Wucht und wiegt mit der dazu gehörigen Leslie-Box um die 260 kg. Wie eine Kirchenorgel hat sie neben zwei Manualen und den Registern auch die typischen Bass-Pedale. Das Leslie mit den rotierenden Lautsprechern erzeugt den oszillierenden Sound dieses Instruments. Musikalisch ging es gleich ziemlich zur Sache: Soulig-funkige Rhythmen dominierten, dazu gab es auch noch Calypso zu hören. Die Orgel erzeugt einen mächtigen Sound und klingt auch im Bass raumfüllend, ohne dass eine zusätzliche Verstärkung notwendig wäre. Raum für solistische Einlagen an der Orgel und an der Gitarre war reichlich vorhanden. Auch der Drummer durfte blillieren. Insgesamt sorgt diese Formation für mitreißende Rhytmen und Klänge, die aus dem "Wohnzimmer" der OKH-Bar schließlich einen Tanzsaal machten. Wunderbare Unterhaltungsmusik mit dem Flair der 50er und 60er Jahre des vergangenen Jahrhunderts hat das Publikum in Begeisterung versetzt.
Donnerstag, 9. Oktober 2025
Peter Waldner spielt Partiten von Johann Sebastian Bach im ProDiagonal Lambach
Der in Innsbruck lebende Südtiroler Peter Waldner ist bereits Stammgast im Lambacher ProDiagonal, es ist schon sein drittes Konzert, das der Tastenvirtuose und Spezialist für Barockmusik hier gibt. Auch Partiten von Johann Sebastian Bach hat er hier dem Publikum bereits zu Gehör gebracht, und zwar die ersten drei für Cembalo oder Klavier. Dieses Mal sind Nummer vier bis sechs an der Reihe. Er trägt sie auf einem 1988 nachgebauten Cembalo vor, auf dessen Vorbild Bach selbst gespielt hat. Das Instrument hat einen wunderbar vollen Klang und ist weit davon entfernt, steril und blechern zu klingen. Peter Waldner ist ein Meister auf diesem Instrument und es gelingt ihm, den Suiten Leben und Gefühl zu einzuhauchen, sodass es eine Freude ist, ihm zuzuhören. Außerdem liefert er zwischen den einzelnen Partiten auch Erläuterungen dazu ab, die Bachs Konzepte für diese Stücke begreifbar machen. Das Publikum hat sich mitnehmen lassen auf diese Reise durch den Kosmos durchaus tanzbarer Musik aus den 30ern des 18. Jahrhunderts: Musik, die nach nun fast 300 Jahren noch immer berührt und begeistert.
Donnerstag, 2. Oktober 2025
Duo Saltando in der Landesmusikschule Vöcklabruck
Der Saal der Landesmusikschule Vöcklabruck eignet sich sehr gut für Konzerte mit kleiner Besetzung, so auch für das Duo Saltando, bestehend aus Barbara Wincor (Gesang und Violine) und Katharina Dürrschmid (Tenor- und Basshackbrett), die vom Brucknerbund Vöcklabruck eingeladen worden sind. Die beiden jungen Frauen bringen ein Programm auf die Bühne, das ausschließlich aus Kompositionen und Zitaten von Frauen besteht, wie z. B. Clara Schumann, Alma Mahler-Werfel oder Josefhine Lang. Begleitet von Katharina Dürrschmid trägt Barbara Wincor Lieder dieser Komponistinnen aus dem 19. Jhdt. vor. Dazwischen spielen die Beiden immer wieder Eigenes, das sie als "Phantasien" bezeichnen und das zum Teil improvisiert wirkt. Und nicht zuletzt gibt das Duo auch Textpassagen aus Briefen der vorgestellten Frauen wieder. So ergibt sich ein recht abwechslungsreicher Abend mit unverstärkten Klängen, die den akustisch exzellenten Raum füllen. Somit kann das Publikum einen wunderbaren "romantischen" Abend genießen.
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