Sonntag, 19. Oktober 2025

Georg Vogel, David Helbock & Julia Hofer, Johanna Summer & Malakoff Kowalski bei Jazz & The City Salzburg

Am letzten Tag von "Jazz & The City" wollte ich noch einmal dabei sein. Drei Acts sollten sich (fast) ausgehen. Und so hat meine Konzert-Roas in der Kollegienkirche begonnen, um den genialen Georg Vogel zu hören. Tatsächlich habe ich ihn nur gehört, denn er saß an der Orgel und schickte seine Klänge in den Kirchenraum. Wunderbare Phantasien sind das, die mir auch schon von seinem Klavier- und Claviton-Spiel her bekannt sind. Lange konnte ich nicht bleiben, denn ich wollte unbedingt das Duo David Helbock (Klavier) und Julia Hofer (E-Bass und Cello) im Marionettentheater sehen. David Helbock ist mir ja hinlänglich bekannt, Julia Hofer sehe ich allerdings zum ersten Mal. Was beide gemeinsam auf die Bühne bringen, ist erstaunlich. Die Beiden verstehen sich musikalisch außerordentlich gut und tragen hauptsächlich Eigenkompositionen vor, die sowohl lyrisch als auch anpackend funky und bluesig daherkommen. Das Publikum zeigte sich begeistert und ich auch. Alle guten Dinge sind drei, und so ergriff ich noch die Gelegenheit, einem weiteren Duo - dieses Mal Gesang mit Klavierbegleitung - wieder in der halligen Kollegienkirche zuzuhören. Die junge, ostdeutsche Pianistin Johanna Summer spielt die Musik zu Liedern, die Malakoff Kowalski (ein Deutscher Sänger mit iranisch-amerikanischen Wurzeln) vorträgt. Die Texte stammen meist von Allen Ginsberg, die Musik von diversen Komponist:innen. Ein paar Jazz-Standards dürfen schließlich auch nicht fehlen. Spezialität von Johanna Summer ist es, über Themen klassischer Musik jazzig zu improvisieren, wovon sie auch eine Kostprobe gibt. Damit geht "Jazz & The City" dieses Jahr für mich zu Ende. Das Festival hätte noch viel mehr geboten, die Fülle hätte mich allerdings maßlos überfordert. Davon etwas genascht zu haben, ist mir eine große Freude.

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