Vor 15 Jahren habe ich Ines Reiger zuletzt gesehen im Rossstall Lambach mit Quartett-Besetzung. Nun ergab sich wieder die Gelegenheit, dieser österreichischen Jazz-Sängerin zuzuhören. Der Pianist von damals (Hermann Linecker) ist auch wieder dabei und Ines Reiger greift dieses Mal auch selbst zeitweise in die Tasten. Das Song-Repertoire orientiert sich auch dieses Mal an Jazz-Klassikern und am American Songbook. Neu für mich ist, dass die Sängerin dazu gelegentlich auch die Texte ins Wienerische übertragen hat. Karl Hodina's Liebeslied "I liassat Kirsch'n für die wochsen ohne Kern" passt da auch gut dazu. Hermann Linecker liefert das klare musikalische Fundament für die Gesangsausflüge, die oft auch in wunderbares Scatting übergehen. Zwischen den Musiker:innen herrscht eine lockere Atmosphäre, die mich an das Sprichwort "Was sich liebt, das neckt sich" erinnert. Überhaupt wirkt Ines Reiger viel gelöster, als ich sie noch vom letzten Mal in Erinnerung habe. Musikalisch harmonieren die Beiden perfekt und es ist für mich ein Genuss, diesen mit Leichtigkeit und Nonchalance vorgetragenen Liedern zuzuhören. Dazu passt auch die Botschaft des letzten Lieds: "What A Wonderful World" von Louis Armstrong, zumindest für diesen Abend im Schl8hof Wels.
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