Donnerstag, 30. Oktober 2025

Dreiviertelblut in der ARGE Kultur Salzburg

Vollblut-Volksmusik ist es keine, was diese Band aus Oberbayern auf die Bühne der ARGE Kultur Salzburg bringt, daher nennt sie sich wahrscheinlich auch "Dreiviertelblut". Mindestens ein Viertel des Stilmix besteht aus Rock, Soul und sogar Jazz. Dafür sorgt einerseits Luke Goetze an der E-Gitarre und andererseits der Bläsersatz bestehend aus dem Klarinettisten Florian Riedl, der auch manchmal zum Synthesizer greift, und Dominik Glöbl an der Trompete. Schlagzeug und Kontrabass halten sich eher im Hintergrund. Es sind hübsche, rhythmische Lieder im bayrischen Dialekt, vorgetragen von der kräftigen, sonoren Stimme von Sebastian Horn. Gerd Baumann spielt akustische Gitarre und singt auch mit. Inhaltlich geht es viel um Lebensgefühl, um Natur und natürlich um die Liebe. Manche Lieder sind so eingänglich, dass sie sich zum Mitsingen geradezu anbieten. Was mir an der Band besonders gefällt, ist, dass sie auch oft richtig in den Schmalztopf greift und das Schmachten drauf hat. Das ruft bei mir dieses wohlige Gefühl der Rührung hervor, das ich mir von guter Musik erwarte. Farben, der Wind, der Kummer und das Herz spielen die Hauptrollen, die Discokugel und sogar der Mond dürfen als Motive ebenfalls mitmachen. Das alles ist nicht verkehrt, sondern passt wunderbar in die bunte Welt dieser sieben "Manna", von denen jeder ein hervorragender Musiker ist. Das Publikum im ausverkauften ARGE-Saal zeigt sich begeistert und mir hat dieser Auftritt auch gefallen.
 

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