Die Konzertreihe MAERZ_jazz presents hat wieder begonnen (kuratiert von Robert Urmann) und die Veranstaltungen finden, sofern dafür ein Klavier benötigt wird, im Bechstein Centrum Linz statt, wie auch jenes Solo-Konzert des israelischen Pianisten Nitai Hershkovits, der auch schon im Vorjahr hier zu Gast war. Er ist beim renommierten Label ECM unter Vertrag, was für hohe Qualität bürgt. Diese zeigt er auch bei seinem Auftritt, bei dem er ein recht buntes Programm an Stücken zu Gehör bringt. Neben eigenem Material nimmt er sich zum Beispiel einen Song von Molly Drake (der Mutter von Nick Drake) vor, spielt Improviso von Villa-Lobos, ein Stück aus der Queen Suite von Duke Ellington, Ennio-Morricone-Filmmusik und als Zugabe überraschender Weise Elvis Presley's "Love Me Tender". Er zeichnet sich durch einen recht kraftvollen Stil aus. Hart angeschlagen und doch recht locker perlend zaubert er einen wunderbaren Klavierklang aus dem großen Flügel hervor. Er ist einer, dem ich noch viel länger entspannt zuhören könnte, als er sich für sein Konzert Zeit nimmt. Weniger (Instrumente) ist oft mehr. Das war auch mein Eindruck bei diesem Musiker und seinem Klavier.
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