Donnerstag, 1. Mai 2025

Yazz Ahmed und Ralph Wyld im Jazzit Salzburg

Den Internationalen Jazz-Tag 2025 habe ich auch heuer wieder mit einem Konzertbesuch im Jazzit gefeiert. Wie auch letztes Jahr wurde das Konzert im Radio auf Ö1 live übertragen. Yazz Ahmed, eine Londoner Trompeterin mit arabischen Wurzeln, und der Londoner Vibraphonist Ralph Wyld bilden zwar ein Duo, allerdings wird es erweitert durch elektronische Unterstützung, die vor allem den groovenden Beat liefert und Klanglandschaften erschafft. Dazu entwickeln die beiden Musiker:innen ihre Melodie- und Improvisationsbögen. Es entsteht daraus für mich etwas Magisches, Hypnotiesierendes, das mich fesselt und entführt und dem ich mich wohltuend ausliefere. Der tranceartige Zustand, den die orientalisch geprägte Musik bei mir hervorruft, könnte ruhig noch länger dauern, d. h., die Musikstücke könnten durchaus eine weitere Ausdehnung vertragen. Der Trompeten- und Flügelhornton von Yazz Ahmed ist eher auf der sanften Seite. Miles Davis kommt mir in den Sinn und auch seine Interpretation des "Concierto de Aranjuez". Andererseits höre ich aus Ralph Wyld's Vibraphonspiel Gary Burton heraus, der in mir wie kein anderer die Liebe zu diesem Instrument geweckt hat. Die Musik dieses Duos ist wie ein Fluss, von dem ich mir wünsche, dass er niemals aufhören würde zu fließen und auf dem ich mich gerne ein Stück des Weges mittreiben lasse.

 

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