Die Regisseurin und Musikerin Anna Marboe (vulgo Anna Mabo) hat sich gemeinsam mit dem Schauspieler Vincent Sauer mit den Werken Ferdinand Raimunds auseinander gesetzt, um sie zu einem Musical zu verarbeiten. Das Wiener Rabenhoftheater und das Salzburger Schauspielhaus haben das ermöglicht. Zu fünft gelingt es den beteiligten Musiker:innen und Schauspieler:innen, eine bunte, ziemlich atemlos dahingaloppierende Parade an Szenen und Songs auf die Bühne zu bringen. Zusammengehalten wird das Ganze von einer Liebesgeschichte zwischen Ferdinand Raimund (Isabella Knöll) und Anna Mabo (Vincent Sauer), die mithilfe von Motiven aus den Raimund-Stücken durch alle Höhen und Tiefen führt. Raimunds Zauberfeen, seine Allegorien wie Vergänglichkeit oder Zufriedenheit und sogar seine bekanntesten Lieder wie das "Hobellied" und "Brüderlein fein" dürfen dabei nicht fehlen. Dazu kommt eigenes Songmaterial von Anna Mabo, das sie und zwei Musiker (Clemens Sainitzer am Cello und Alexander Yannilos am Schlagzeug) beisteuern. Die Musiker:innen spielen auch unterschiedliche, kleinere Rollen im Stück. Buntheit und Rasanz sind die Eigenschaften, die dieses Musical für mich am besten charakterisieren. Stilistische Anlehnung an das Wiener Volkstheater sowie an die Slapstick-Komödie prägen die Aufführung. Die Raimund-Auseinandersetzung mündet somit bei Anna Mabo in einen regelrechten "Bahö", wienerisch korrekt ausgedrückt. Dem Publikum scheint er gefallen zu haben.
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