Montag, 24. November 2025

Luciano Biondini, Michel Godard und Lucas Niggli im Jazzit Salzburg

Die Zeit des Jazzit-Musiksalons ist wieder gekommen. Dabei gibt es Konzerte an Sonntagnachmittagen den Winter über. Diesen Sonntag war ein Trio zu Gast, bestehend aus dem italienischen Akkordeonisten Luciano Biondini, dem französischen Bassisten Michel Godard (Tuba, Serpent und E-Bass) und dem Schweizer Schlagzeuger Lucas Niggli. Ich mag Akkordeon und seine Ausdruckskraft, mir gefällen komplexe und zugleich subtile Basslinien, und bei den Schlagzeugern schätze ich jene besonders, die die klanglichen Möglichkeiten des Instruments voll auszuschöpfen wissen. Was das Trio auf dei Bühne bringt, ist einfach Musik, die keine Grenzen kennt. Volksmusikalische Elemente sind ein wichtiger Bestandteil, die Freiheit des Jazz ist garantiert und manchmal klingt es sogar nach barocker Kammermusik, vor allem dann, wenn Michel Godard das alte Barockhorn, den Serpent, einsetzt. Dabei geht es nicht immer ruhig zu und kollektive Energieausbrüche kann es schon ab und zu geben. Was mich allerdings am meisten berührt hat, sind Passagen voller musikalischer Zärtlichkeit und klanglicher Schönheit. Der Band gelingt es mit einfachen Mitteln eine verführerische Klangpoesie zu kreieren, die das Publikum in seinen Bann zieht. Der wunderbare Raum des Jazzit-Saals ist dafür auch der ideale Ort.
 

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